Eva Avi-Yonah und die Auferstehung
- rainStein
- vor 3 Tagen
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Dr. Eva Avi-Yonah, 1921-2011, mehr als drei Jahrzehnte lang Gastgeberin des bekannten deutschschreibenden "Lyris"-Kreises in Jerusalem, hat bei rainStein drei Bücher veröffentlicht. Das erste war ihre Autobiographie "Aus meinen sieben Leben". Das zweite war der beliebte Gedichtband "Brennpunkt". Und das dritte Buch, wie alle ausgestattet mit ihren eigenen bildnerischen Werken, war das allerletzte, was sie der Welt, kurz vor ihrem Tod, gab: "Tagewerk". In diesem Büchlein steht ein Gedicht, das mit den Zeilen endet: "das war's alles nicht, was er sagen wollte/ ach, er hätte sie umbringen können/ und er wußte nicht warum."
Über diesen von Eva Avi-Yonah auf den Punkt gebrachten Konflikt - der Glaube an die Auferstehung als größte vorstellbare Provokation - schrieb Christoph Strack, Redakteur bei der Deutschen Welle, in der kürzlichen Osterausgabe der linkskatholischen Zeitschrift "Publik Forum" (6/26, Seite 40 und 41) mit großer Kenntnis und Leidenschaft. Sein Artikel "Was für ein Unsinn" wurde von der Redaktion mit einer Gedichtzeile aus "Auferstehung" betitelt - Unsinn ist es in den Ohren des heutigen Normalbürgers, wenn (jüdischer/christlicher) Glaube artikuliert wird. Das Unsinnsgeschrei bringt den Glauben aber nicht weg. Der steht da, in der ersten Zeile und läßt sich weitere 19 Zeilen lang anschreien.
Ein phantastischer Kommentar zu Ostern. Eine großartige, informative Rezension von Christoph Strack, der ein Kenner Israels und der (deutsch geschriebenen) Israelliteratur ist.
Die Rezension endet mit einer Aufforderung: "Dieses Gedicht einmal laut vorlesen in kleinem Kreis - und dann einige Minuten Stille aushalten."



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